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		<title>Schlacht. Plan. Los.</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 22:19:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Schlacht. Aus der Verendung auferstanden und den Finger gleich am Abzug, stehst du da. Ein Recke von Schreibtischlampe in der Nacht. Das Einhorn unter den Igeln. Der zweiköpfige Wurm unter den Würsten. A god among the waste. Die linke Hand am Silbereisen, das kein spätpubertierender Schlager-Moderator ist, sondern eine Abschussvorrichtungen für Geistesblitze und ähnlicher Absurditäten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schlacht.</p>
<p>Aus der Verendung auferstanden und den Finger gleich am Abzug, stehst du da. Ein Recke von Schreibtischlampe in der Nacht. Das Einhorn unter den Igeln. Der zweiköpfige Wurm unter den Würsten. A god among the waste. Die linke Hand am Silbereisen, das kein spätpubertierender Schlager-Moderator ist, sondern eine Abschussvorrichtungen für Geistesblitze und ähnlicher Absurditäten. Die rechte Hand hält deine Feinde fern &#8211; drängt und zerrt dich durch die Massen allumgebenden Unfugs. Ein Schleudertrauma. Ein Zusammenbruch. Ein Halsweh und ein Klagelied aus dem heimischen Bett &#8211; die Frau ist zynisch dankbar und bringt auch noch den fünften Tee, bevor sie den Kopf in den E-Herd steckt. Man ist nur da, weil der Sieg ungewiss ist, es heißt schließlich Schlachtfeld und nicht Siegfeld. Und NEIN zu Schlachtfried! Ein Austeilen-und-auf-die-Fresse-Krieg.</p>
<p>Plan.</p>
<p>Der nächste Morgen graut, ob der Sehnsucht formidablen Angleichens durch ehrgeizige Retrospektiven letzter Gefechte. Male jetzt Kullern an dein Leid und rücke deine Wehe umgebrochen ein. Mit der List von Bedeutung allen Übels hast du nun den Über-Blick. Das Auge glänzt vor stolz geschwellter Heldenbrust. Ein kurzer Moment der Stille jetzt im Stollen, der dein Machwerk umgibt. Du fühlst das Streichholz unter den erloschenen Gaslaternen. Tunnelblick.</p>
<p>Los.</p>
<p>Die Ferse zuckt vorfreudig auf der Tartanbahn. Silbereisen ist ein Staffelstab, der Sensenmann sein zweiter Abnehmer. Ungeachtet aller Mitläufer geht es zur ersten Runde. Kopf und Körper sind frei &#8211; wähnen sich auf der Schlussgeraden. Doch weiße Linien machen müde. Im Zuschauerraum lockt der Glaskasten des Versagens. Wirf die Münzen und der Fährmann ist gezahlt. Die Knie sind schwer, der Schritt ist Blei, die Augen schwarz, jeder Arm ist unkontrollierte Zuversicht auf den letztlich letzten Metern. Verendung ist am Ziel.</p>
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		<title>Vom Reden und Schweigen</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Mar 2012 18:33:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo dot me</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wehe diesem Gelächter, dass durch die Hallen belebter Bahnhofsruinen hallt. Scheiben zerborsten ob seiner filigran-schneidenden Stimme. Wem ist es und wem nicht? Geht es über den Wissenden oder vom &#8220;Über&#8221;-Wissenden? Beiden gilt es wohl im gleichen Maß, wie es also allen gilt, die an der Ameisen statt am Tore rasten, sieht man sie von Gipfeln [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wehe diesem Gelächter, dass durch die Hallen belebter Bahnhofsruinen hallt. Scheiben zerborsten ob seiner filigran-schneidenden Stimme. Wem ist <em>es</em> und wem nicht? Geht es über den Wissenden oder vom &#8220;Über&#8221;-Wissenden? Beiden gilt es wohl im gleichen Maß, wie es also allen gilt, die an der Ameisen statt am Tore rasten, sieht man sie von Gipfeln als Bewohner jener Ameisenstadt. Keine Spitze dieser Welt jedoch liegt hinreichend über allem Übel, sodass sie alles grund-sarkastische Lachen verstummen macht.</p>
<p>Dieses Volk &#8211; regiert von der <em>Einen</em>, die im Verborgenen bleibt und all der armseligen Fäden Herrin ist. Wie mag man sie heißen? Berufung an der Unvernunft etwa. Das umtriebige Wollen am Brauchen. Aller Worte sind Ersatz und ersetzbar, so lang nur niemand keinen Namen nennt. Steht und schweigt und <em>Ihr</em> seid der Widrigkeiten alle los.</p>
<p>Doch Ihr geht und seid Gelächter; aus und in den Mündern aller anderen, in und durch euch selbst.</p>
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		<title>Von Grab und Gräbern</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 00:34:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo dot me</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie steht es also um die Vernichtung. Dieses wallende Unbehagen, das uns und unser allem innewohnt? An welchen Abgründen stehen wir, als Mensch &#8211; Maschine sondergleichen. Zahn um Zahnrad drehen wir die Taue unzerreißlich fester, die uns selbst als Schlinge um den Hals gelegt. Armselig einer letzten so wichtigen Entscheidung waten wir von Grenze zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie steht es also um die Vernichtung. Dieses wallende Unbehagen, das <em>uns</em> und unser allem innewohnt? An welchen Abgründen stehen wir, als Mensch &#8211; Maschine sondergleichen. Zahn um Zahnrad drehen wir die Taue unzerreißlich fester, die uns selbst als Schlinge um den Hals gelegt. Armselig einer letzten so wichtigen Entscheidung waten wir von Grenze zu Grenze, die der Namen verschieden, doch der Wesen gleich sind. Stacheldraht und Blut. Eine Heckenschere in der Hand. Dahinter ein historisches Neu-Land, das uns sehnen und sorgen macht, das wir im Atom erforschen aus Trotz des Wissens um die giftigen Pilze, die [wir] uns dort erwarten. Es ist jeder Zeit und niemals seines Lebens dieser tüchtigen Torheit befreit.</p>
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		<title>POST MORTEM</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 07:27:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo dot me</dc:creator>
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		<description><![CDATA[DIE WELT IST TOT. ERSTICKT IM GESTANK DER KLEINKRIEGERISCHEN GEFECHTE IHRER BEWOHNER, DIE SIE TAG UND NACHT AN DEN HEIMISCHEN FEUERSTELLEN VOLLFÜHREN. DIE MASKEN SIND SCHON LÄNGST VERWACHSEN, SIE HABEN DIE GESICHTER DER MENSCHEN INS UNKENNTLICHE ENTSTELLT. NUR EINIGE – DIE ÜBERLEBENDEN – SIND NOCH IM STANDE SIE UNTER SCHMERZEN VOM ANGESICHT ZU REISSEN. DOCH [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DIE WELT IST TOT. ERSTICKT IM GESTANK DER KLEINKRIEGERISCHEN GEFECHTE IHRER BEWOHNER, DIE SIE TAG UND NACHT AN DEN HEIMISCHEN FEUERSTELLEN VOLLFÜHREN. DIE MASKEN SIND SCHON LÄNGST VERWACHSEN, SIE HABEN DIE GESICHTER DER MENSCHEN INS UNKENNTLICHE ENTSTELLT. NUR EINIGE – DIE ÜBERLEBENDEN – SIND NOCH IM STANDE SIE UNTER SCHMERZEN VOM ANGESICHT ZU REISSEN. DOCH DANN, WAS IST AUS UNS GEWORDEN: ALS MÄRTYRER UND MASKIERT DURCH DIE STRASSEN SCHREITEND, BLUT DER MITSCHULD AN DEN HÄNDEN – SCHWEREN GEWISSENS ERBLICKEN WIR DIE VORSICHT DER VERGANGENHEIT. „EIN JEDER WÜRDE SICH SEINER VERANTWORTUNG BEWUSST SEIN UND SEINEN TATEN ERHABEN ÜBERLEGUNG UND WEISHEIT SCHENKEN.“ ELLEGIEN IM DUNKLEN SUMPF DER NARREN, WO GEBLENDETE DES SEHENS MÄCHTIGER SIND ALS DER KRANKE REST.<br />
WIR SIND SOWEIT, DASS ICH KÜNSTLER BIN. EIN ARZT IM KRANKENHAUS, AUFGEBAUT VOR DEN RÖNTGENBILDERN DER PATIENTEN. NOTIZEN FÜR DIE CARITAS…<br />
„MEMO<br />
DAS GESICHT DER WELT TRÄGT NARBEN. FREMDE NACHBARN STEHEN HINTERBLIEBEN IM THEATER, STILL UND VOLLER UNMUT LAUSCHEN SIE DEM PROTAGONISTEN AUF DER BÜHNE. DIE STUHLREIHEN VOR IHNEN BLEIBEN LEER. EINE SCHAR KELLNER SCHREITET DURCH DIE STARRSICHTIGE MENGE. SIE VERTEILEN CHAMPAGNER UND ZIGARREN. DER BÜHNENVORSTEHER KEHRT UND WINDET SEINE STIMME. VIRTUOS SCHWANKEN DIE LEIBER IM HINTERHOF DER PLASTIKWÜSTE<br />
- LACHEN. WEINEN. GESPANNT SABBERN UND KNABBERN SIE DIE BISKUITS VOM KALTEN BUFFET. DIE LUFT BEGINNT VOM GERUCH DER WIEGENDEN KÖRPER ZU SCHWITZEN. HÄNDE UND GESCHREI TREIBEN IN DIE SCHNEIDBARE GLUT AUS SAUERSTOFF UND SCHWEISS. DIE SCHWEISSTROPFEN NÄSSEN DEN SOCKEL DER BÜHNE, DEN SCHMALEN GRAD ZWISCHEN SCHAUSPIEL UND PUBLIKUM. DIE KELLNER KLEIDEN SICH MIT GUMMISTIEFELN, SERVIEREN WEITER HÄPPCHEN UND FEUERWASSER. DER PROTAGONIST ZWISCHEN DEN VORHÄNGEN DIRIGIERT DAS ENDE SEINER REDE. KINDER UND FRAUEN DRÄNGEN VOR IHREN MÄNNERN UND VÄTERN AUS DEN PALASTTOREN, STEIGEN AUF RAD UND PANZERWAGEN.“<br />
WIR SIND VIRITALE ÜBERLEBENDE, DAS LÄSST DIE MASKEN LEICHTER TRAGEN, WIR HÖREN AUF UNS ZU BEWEGEN, UM DIE FESSELN NICHT LÄNGER ZU VERSPÜREN.<br />
ICH BIN KRANK. DER LIEBSTEN GESÄUSEL IST EIN NERVENSPIEL. VULGÄRE KÖRPERWELTEN TREIBEN MIR INS GEMÜT BEIM ANBLICK IHRESGLEICHEN. NUR INNERLICH WERDE ICH NOCH ROT VOR SCHAM, ALLES ANDERE IST HEISSER TRIEB. MANCHMAL SEHE ICH IHN IN DEN MENSCHEN, IN DEN SCHÜCHTERN ABGERUNDETEN GESTEN VON FREUDE UND HEIMLIGKEIT.</p>
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		<title>Der Rücksichts Los</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 22:29:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ist Einsamkeit. Das Alleinsein derer, die sich das unwiderstreitbare Recht sprechen, von den Menschen Ihrer Nähe Rücksicht einzufordern. Meist unwissend dieser jämmerlichen Gabe verkümmern sie in der Selbstsicht des Geschundenseins, des Wehleids als Folge überschätzter Alltagsheroik. Ist Depression. Der Verlust des Hochmuts Schmerzen ertragen zu müssen, die sowohl erschütternd als auch glückselig auf dem Wege [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist Einsamkeit. Das Alleinsein derer, die sich das unwiderstreitbare Recht sprechen, von den Menschen Ihrer Nähe Rücksicht einzufordern. Meist unwissend dieser jämmerlichen Gabe verkümmern sie in der Selbstsicht des Geschundenseins, des Wehleids als Folge überschätzter Alltagsheroik.</p>
<p>Ist Depression. Der Verlust des Hochmuts Schmerzen ertragen zu müssen, die sowohl erschütternd als auch glückselig auf dem Wege zur letzen Einsicht an jenen vorbeiziehen, die so sehr im Moment des Überlebens mit sich kämpfen, dass ihnen ein Mitgefühl aus Rücksicht unbemerkt bleibt.</p>
<p>Ist Vernunft. Das sinnliche Über- und Weiterleben derer, die den Fordernden den Rücken kehren, ob dem Widerwillen zum Stillstand aller Veränderung am so wichtigen Selbst und Ich. Der Ego-Partisan stellt hier Arzt und den Patienten im Kampf gegen den Krebs der Gesellschaft aus Sanduhren.</p>
<p>Ist Vergessen.</p>
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		<title>Der Psychologin gelauscht</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 23:00:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich saß nicht an der Wand, in der Ecke jenes Zimmers, das mein Vater betrat, ignorant der Stimme, die er sogleich erhebt. Die Frau nicht gegenüber, die seinen Klagereflex vernimmt und mich unbemerkt in ihrem Zimmer wähnt. Also sprach die Frau, welch unbeugsame Idiotie brachte Sie zu mir? Sie, der Sie eine Krankenakte sind? Nichts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich saß nicht an der Wand, in der Ecke jenes Zimmers, das mein Vater betrat, ignorant der Stimme, die er sogleich erhebt. Die Frau nicht gegenüber, die seinen Klagereflex vernimmt und mich unbemerkt in ihrem Zimmer wähnt. Also sprach die Frau, welch unbeugsame Idiotie brachte Sie zu mir? Sie, der Sie eine Krankenakte sind? Nichts genaues wusste er nicht zu antworten. Wie konnte er auch, war er doch nicht um der Antworten Willen gekommen, wohl aber bereit den Spiegel aufzustellen, der an keiner Wand ein schönes Weib erblickte, der auch hier nicht wird ihm zeigen, das ich nicht da war, als er den nächsten Triumph an Ihrer statt erringt.</p>
<p>Er verückt den Stuhl für sein Gemüt, faltet Erwartung schaffend die Ellen vor den Bauch und blinzelt schon jetzt des Sieges sicher tief in sich hinein. Ich konnte nicht hören, wie die ebbenden Gezeiten seiner Herkunft, des Weges und der Ankunft an Ihrem Tisch in mono-logischer Reihenfolge durch Ihre Wahrnehmung drängen. So ist es gewesen, aber halb so schlimm, hat er gesagt und faltet filigran aus Armen nun die Fingerkiepe zwischen seinen Beinen.</p>
<p>Sie antwortet &#8211; in meiner unbemerkten Abwesenheit &#8211; wortlos und rührt Tränen für sein Grab, das er nicht betrat, aus Furcht dem verhallenden Applaus ein Gespenst zu sein.</p>
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		<title>Der Gedanken Euthanasie</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Mar 2012 22:45:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Alles ist gedacht, weil er es denkt und schweigt. In der Kälte erstarrter Buchrücken überwintert der die Nacht, der sich dem Ausmaß seiner Erniedrigung bewusst und erwacht. Kein Augenreiben lässt ein Licht den Schädel brechen, es müssen Leichen fliegen, auf den Boden schlagen und zerbrechen. Die Katze &#8211; unbelehrbar zahm &#8211; jagd dem treuen Hund [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alles ist gedacht, weil <em>er</em> es denkt und schweigt. In der Kälte erstarrter Buchrücken überwintert <em>der</em> die Nacht, der sich dem Ausmaß seiner Erniedrigung bewusst und erwacht. Kein Augenreiben lässt ein Licht den Schädel brechen, es müssen Leichen fliegen, auf den Boden schlagen und zerbrechen. Die Katze &#8211; unbelehrbar zahm &#8211; jagd dem treuen Hund &#8211; forscher Hörigkeit dem Alltag &#8211; nach dem Schwanz, den er sich beißt. Alles Reden ist nur Torheit, alles Wissen kaum den Dolch wert, mit dem man es ins Herze treibt. Der wahre Künstler ist nicht der Expressionist, der Kunst um seiner Kunstgedanken Willen schafft. Es ist der Stumme, der kunstvoll denkt, weil <em>er</em> es denkt und schweigt.</p>
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		<title>Ein Nachruf</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 22:35:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ginge es um ein Vielfaches zurück, ich richtete das Wort an die eine Wiege, die mir Sicherheit und Wärme gab, in der unbilden Arroganz schwereloser Kindheit. Als ich das Schleifenbinden auf einem Stoffkissen mit Geschenkband erlernte. Als ich dir im Winter aufhalf, wenn du rücklings im Schnee versankst. Du warst mir Lehrer, warst die Sorge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ginge es um ein Vielfaches zurück, ich richtete das Wort an die eine Wiege, die mir Sicherheit und Wärme gab, in der unbilden Arroganz schwereloser Kindheit. Als ich das Schleifenbinden auf einem Stoffkissen mit Geschenkband erlernte. Als ich dir im Winter aufhalf, wenn du rücklings im Schnee versankst. Du warst mir Lehrer, warst die Sorge um mein Wohlergehen, die Heiterkeit, ein Halt in jener Nachbarschaft. Ich war und bin die Ohnmacht eines Dankes deiner Taten. Verzeih und sei dir meiner Klage um deines letzten Ganges stets bewusst. Nun sorge ich, wo du nun weilst und ob ich deines Stolzes würdig bin.</p>
<p>† Helga Schrade, 16. Februar 2010</p>
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		<title>Vom Schlafen und Aufstehen</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 22:49:53 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[M.E.d.i.Z.i.N.f-a.b.r-i.k.]]></category>

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		<description><![CDATA[Erst gestern war es, da knipste ich das letzte Licht an meinem Nachttisch aus und sah REM-Schlaf Augen rollend all die visuellen Informationscluster durch mein undigimondänes Raster flitzen. Mechanisch verzerrte Stimmen diktieren betont autoritär zum Schämen ins Unterbewusstsein, zum Gruppenkuscheln im Vergessen oder kopieren von REM nach RAM, bevor der Reboot folgt. Von Androidenhand fährt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erst gestern war es, da knipste ich das letzte Licht an meinem Nachttisch aus und sah REM-Schlaf Augen rollend all die visuellen Informationscluster durch mein undigimondänes Raster flitzen. Mechanisch verzerrte Stimmen diktieren betont autoritär zum Schämen ins Unterbewusstsein, zum Gruppenkuscheln im Vergessen oder kopieren von REM nach RAM, bevor der Reboot folgt.<br />
Von Androidenhand fährt die obere rechte Ecke &#8211; <a href="http://hollo.me/wp-content/uploads/2012/01/polke-hoehere-wesen.jpg">nicht schwarz</a><sup>1,2</sup> &#8211; aus dem Gesicht gen Dielenboden. Augen und Körper klappen auf. Die frische Lochdiskette von gestern Abend hat Bandsalat, ich schiebe eine neue in die Achselhöhle und lade über den Tag verteilt durch Körpermagnetfeldinduktion neue Videoclips aus meinem heftigen Allerweltsgewedel darauf herunter. Das ist Arbeitsspeicher(n). REM, Schämen, Vergessen, Reboot.</p>
<ol class="ref">
<li>Sigmar Polke, Höhere Wesen befahlen: rechte obere Ecke schwarz malen!, 1969, Lack auf Leinwand, 149 x 124 cm, Privatsammlung.</li>
<li>Bildquelle: http://arttattler.com/commentaryspiritual.html</li>
</ol>
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		<title>Nicht sehen, was ist.</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 01:07:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hollo dot me</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vergrub mein Aug in einen Schädel, der durch Hatz und Schweiß getrieben, der weder mein, noch furchtbar edel, ach, wär&#8217; ich doch nur hier geblieben. Still verfloss das Maß der Tüchtelei, begrub es mich und all jenes, das mich hellt, kaum mit mir, doch wohl an mir vorbei, dem jenen Ort, der nicht ins Hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vergrub mein Aug in einen Schädel,<br />
der durch Hatz und Schweiß getrieben,<br />
der weder mein, noch furchtbar edel,<br />
ach, wär&#8217; ich doch nur hier geblieben.</p>
<p>Still verfloss das Maß der Tüchtelei,<br />
begrub es mich und all jenes, das mich hellt,<br />
kaum mit mir, doch wohl an mir vorbei,<br />
dem jenen Ort, der nicht ins Hier und Heute fällt.</p>
]]></content:encoded>
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